Vor allem als Fotograf. Und erst recht, wenn es um die RAW Konvertierung geht. Die Wahl des richtigen RAW Konverters ist immer wieder Schauplatz von Grabenkämpfen. “Aperture ist der richtige”, “Nein, Lightroom isses”, “Ihr habt ja alle keine Ahnung, Capture One, sonst geht nix”, und so weiter.

Und in der Tat, die RAW Konvertierung ist ein schwieriges Feld. Man darf nicht vergessen. Jeder Hersteller einer RAW Software muss hier sein eigenes Süppchen kochen, da die RAWs der Kamerahersteller nun mal proprietär sind. Was wirklich drin steckt, wissen nur Nikon, Canon, Sony und Konsorten. Insofern geht jeder Anbieter von RAW Software seinen eigenen Weg.

Und welcher ist nun der Richtige?

Tja, weiss ich auch nicht. Ich persönlich halte es da ganz einfach. Ich will für jeden Job das beste Werkzeug haben. Bei mir ist es meistens Capture One Pro für die RAW Konvertierung. Und zwar in Verbindung mit Media Pro vom selben Hersteller. Da ich gern die Bearbeitung von der Verwaltung der Bilder trenne kommt mir dieser Workflow sehr entgegen. Vor allem da mir Media Pro auch die Previews der Bearbeitungen aus Capture One anzeigt.

So gern ich nun auch mit Capture One arbeite. Es hat auch seine Schwächen. Mikrokontraste. Zum Beispiel fein gewebte Stoffe. Da unterschlägt mir Capture One auch gerne mal ein paar Details. Vor allem, wenn dieser einfarbig oder ähnliche Farben aufweist. Da matscht er halt gerne mal was zu. Hier rendert Lightroom für meine Begriffe besser und zeigt mir mehr Details. Dafür ist das ganze Bild aber etwas weniger plastisch als bei Capture One. Nur, wenn diese Details bildwichtig sind, dann nützt mir die bessere Grunddarstellung von Capture One nichts. Oder Entrauschen – da ist Lightroom für mich König. Also benutze ich das Programm und gut. Das passt zwar dann nicht ganz so gut zu meinem üblichen Workflow, aber letztlich zählt die Bildqualität und sonst nichts. Das ist das, wofür mich der Kunde bezahlt.

Aperture wiederum nehme ich überhaupt nicht für die RAW Entwicklung, da mir die Ergebnisse nicht so gut gefallen wie bei Lightroom oder Capture One. Dafür ist es für mich die beste Lösung für Outputs in Form von Buch oder Diashow. Gibt´s auch bei Lightroom – gefällt mir aber nicht so gut. Da bin ich in Aperture schneller fertig, weil ich dort intuitiv schneller zurechtkomme. Durch die umfangreichen Bildbearbeitungsmöglichkeiten kann ich die Bilder dort auch zügig für die Ausgabe optimieren.

Naja, und dann ist da schliesslich auch noch Photoshop + Plugins für die wirklich umfangreichen Arbeiten ;)

Fazit

Wie erwähnt. Man kann als Fotograf einfach nicht genug Werkzeuge haben. Und auch, wenn man einen bestimmten Workflow bevorzugt, sollte einen das nicht davon abhalten, die besten Werkzeuge für den jeweiligen Job zu benutzen.